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Erster önologischer RVC-Convent

Ein buntes, lebhaftes Schachbrett zeigte sich auf dem Regiemonitor in der Bauernstube bei Verbandsbruder Karl Heinz Donner v. Lektor. Kein Wunder, denn vierzig!! Gruppen hatten sich zu der digitalen Weinprobe, dem Ersten önologischen RVC-Convent, eingewählt.

Der Referent Philipp Haidle und der BRV Mathias Pajunk v. Lingus

Schon in der Aufwärmphase konnte man fühlen, wie sehr sich die einzelnen Teilnehmer darüber freuten ihre Verbands- und Bundesbrüder, wenn auch nur auf dem Bildschirm, wiederzusehen, und so herrschte von Anfang an eine spürbar gute Laune und eine entspannte Atmosphäre.

Nach kurzer Begrüßung ging es dann ohne Umschweife in medias res und Philipp Haidle, seines Zeichens Weinexperte, angehender Weinbauingenieur und Juniorchef des Weinguts Wolfgang Haidle in Kernen-Stetten im Remstal, entführte die virtuelle Corona in die vielfältige, für manche vielleicht noch nicht so bekannte, Welt des Weines.

Sechs bzw. acht erlesene Tropfen standen zur Verkostung an und zu jedem Wein erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über die Eigenarten, Besonderheiten, Aromen und Geschmack oder Anbau und Ausbau der jeweiligen Weinsorte und über die abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit im Weinberg und Keller. Wer nicht dabei war, hat folgende Köstlichkeiten versäumt:

M-Secco - ein spritziger Einsteiger aus der Muskatellertraube

Sauvignon Blanc – der weiße Allrounder

Chardonnay – der elegante Pate des Champagners

Muskattrollinger rosé – die Besonderheit

Samtrot - die Spätburgundervariante

Merlot - für die französischen Momente

Riesling Stettener Pulvermächer - ein Klassiker von Weltruf

Zweigelt - der schwerere Gast aus Österreich

Mit exzellentem Sachverstand, einem profunden Wissen, mit großem Engagement und einem noch größeren Herzen hat Philipp Haidle nicht nur die Weine ausgezeichnet vorgestellt, sondern auch die vielen unterschiedlichen Fragen äußerst kompetent und umfassend beantwortet.

Schnell verging die Zeit und es hätte noch stundenlang so weitergehen können, denn lange nach Mitternacht haben die letzten Gruppen die Sitzung verlassen und danach bestimmt noch versucht die unterschiedlichen Aromen wie Birne, Him-, Brom- oder Erdbeere, ja sogar Banane, Schokolade, Tabak oder schwarzen Pfeffer mit Nase und/oder Zunge wahrzunehmen.

Es bleibt mir nur, mich beim Gastgeber VB Lektor, beim technischen Support in Gestalt von Edith Klopfer und Thomas Roß, bei allen Mitorganisatoren und vor allem bei Philipp Haidle und dem Weingut Haidle, recht herzlich für diese gelungene Veranstaltung zu bedanken.

Gewiss wird es nicht, ob digital oder (hoffentlich bald) in Präsenz, die letzte RVC-Veranstaltung zur Huldigung des Weingottes Bacchus und seinen edlen Gaben sein, denn auch unser Dichterfürst J. W. von Goethe meinte: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“

So schließe ich denn mit den so wahren Worten unseres VB Lektor: „Die Zeit vergeht, wie schnell ist nichts getrunken!“ Seien wir also nicht zögerlich!